Eichelmann Deutschlands Weine 2017

Mit einer starken, stimmigen Kollektion schließt Markus Wöhrle nahtlos an die sehr guten Vorjahre an. Schon die Ortsweine zeigen alle sehr gutes Niveau.

Der Auxerrois ist wunderschön reintönig, frisch und lebhaft, besitzt feine Frucht und gute Länge. Der Weißburgunder ist wunderschön harmonisch, reintönig, besitzt herrlich viel Frucht, feine Frische und gute Struktur. Und auch der Grauburgunder besticht mit Reintönigkeit, Frische und Frucht, alle drei Ortsweine sind lebhaft und bereiten viel Trinkfreude. Die Kronenbühl-Weine besitzen dann deutlich mehr Substanz. Der Riesling ist enorm würzig und eindringlich im Bouquet, füllig und saftig im Mund, besitzt reife Frucht und gute Struktur. Der Weißburgunder frisch, klar und zupackend, hat viel Biss. Das gilt aus für den konzentrierten, herrlich reintönigen Grauburgunder, der kraftvoll und zupackend ist, gute Struktur und Druck besitzt.

Die Großen Gewächse gehören einmal mehr zur Spitze in Deutschland. Der Weißburgunder ist würzig und leicht rauchig im Bouquet, frisch im Mund, fruchtbetont und zupackend, besitzt gute Struktur und viel Länge. Der Chardonnay zeigt gute Konzentration und herrlich viel Frucht, ist füllig, kraftvoll, strukturiert, besitzt viel Substanz und Länge. Der Grauburgunder ist konzentriert, eindringlich, würzig und dominant, besitzt viel reife Frucht, gute Struktur und Länge.

Auch das Spätburgunder-Trio präsentiert sich stimmig: Der Ortswein ist rauchig, würzig, fruchtbetont und zupackend bei guter Struktur, der Kronenbühl-Spätburgunder ist fülliger und kraftvoller, zeigt Gewürznoten, reintönige Frucht. Das Große Gewächs zeigt viel reife Frucht im Bouquet, ebenfalls rauchig-würzige Noten, ist kraftvoll und klar, besitzt gute Präzision und Struktur.

Bewertungen von 86-92/100 Punkten.

Gault & Millau Weinguide 2017

Im 2015er Basissegment bestechen der Riesling und die weißen Burgundersorten wieder mit viel Finesse und Eleganz, ohne dabei auf Dichte und Länge zu verzichten, die 2014er Spätburgunder imponieren mit Tiefe und Vielschichtigkeit. Die durchgängig hervorragenden Großen Gewächse, ob weiß, ob rot, sind hier eine Klasse für sich.

Bewertungen von 86-90/100 Punkten.

Wein-Plus Weinführer, Marcus Hofschuster

2015 Kirchgasse Grauburgunder GG - 90/100 Punkten.
2014 Kirchgasse Spätburgunder GG - 91/100 Punkten.

Der Feinschmecker

Unser Weingut gehört 2016/2017 zu den besten in Deutschland.

Falstaff Wein Guide 2017

Im vergangenen Jahr stimmten wir einen Lobgesang auf Markus Wöhrles Kollektion an – und dieses Jahr geht es im selben Stil weiter. Bei den Weißweinen des warmen Jahrgangs 2015 ist es ihm gelungen, Kühle und Definition zu wahren. Der Rote aus dem 2014er Jahrgang wartet mit lupenreiner Klarheit und saftiger Frische auf.

Wir haben eine Ahnung davon, wie viel Arbeit in solchen Weinen steckt: Sie wirken, als seien sie mühelos aus dem Ärmel geschüttelt. Doch gerade im Bioweinbau, der auf dem Weingut schon seit den Neunzigerjahren gepflegt wird, geht nichts von selbst.

2015 Kirchgasse Grauburgunder GG - 94/100 Punkten.
2015 Herrentisch Weißburgunder GG - 93/100 Punkten.
2015 Gottesacker Chardonnay GG - 93/100 (unter den 10 besten Chardonnays) Punkten.

Vinum 1/2017

Vinum Profi Panel "Auxerrois"
2015 Lahrer Auxerrois VDP.Ortswein

Viele loben die klare Art dieses Auxerrois, seine positiv karge, transparente Struktur. Im Bouquet schöner grüner Apfel, am Gaumen feines Fruchtspiel. "Satte Frucht-Säure-Kombi" wurde vermerkt. Das herzhaft bitter-phenolische Grapefruit-Finish schafft zusätzliche Tiefe.

Bewertung: 15,5/20 Punkten

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Reiner Wein, Stuart Pigott

Bloß weg mit den Vorurteilen!

Weine von steinigen Böden sind jetzt Kult. Aber muss der Weg zu einem guten Wein unbedingt steinig sein?

Aus dem Blickwinkel der Ökologie, aber auch vom Status her ist diese Assoziation nicht gerade sexy für ein Genussprodukt wie den Wein. Kein Wunder also, dass sowohl Weinfreaks als auch Fachleute auf Lößboden gewachsenen Weinen oft mit Herablassung begegnen. In ihrer Welt kann guter Wein nicht von einem Ackerboden kommen, auf dem alternativ auch Weizen hätte wachsen können.

Aber es gibt Gegenargumente, wie die trockenen Weißweine von 2015 des Weinguts Wöhrle in Lahr/Breisgau. Das Breisgau gehört nicht gerade zu den besonders angesagten Ecken von Baden, und das liegt auch an den Lößböden der dortigen Terassenlagen. Die geniale Qualität dieser Weine sollte überraschen; daran arbeitet Markus Wöhrle seit 2002. Sein Vater Hans hatte das Familienweingut bereits 1991 auf ökologischen Weinbau umgestellt und sich schnell einen Ruf für gute trockene Weine erworben. Und wie schmecken Löß gewachsene Weine? Bei Wöhrle ausnahmslos aromatisch, saftig und strahlend klar. Mit fast überschwenglichem Pfirsich- und Zitrusduft ist der mittelgewichtige 2015er Lahrer Riesling trocken dafür ein perfektes Beispiel. Er schmeckt nicht nur sehr fruchtbetont, sondern auch fein, kühl und rassig.

Weissburgunder ist keine besonders aromatisches Traube, aber der 2015er Lahrer Weissburgunder trocken von Wöhrle erinnert in der Nase sehr ansprechend an vielerlei Nüsse, frische Butter und Kaiserschotten. Die Säure ist hier deutlich dezenter und der Körper etwas gewichtiger. Auch der 2015er Lahrer Grauburgunder überzeugt mit feinen Aromen nach frischer Ananas und reifer Zitrone, und seine enorme Frische sprengt den Rahmen dieser Traubensorte richtiggehend. Wer auf ein Maximum an aromatischer Intensität aus ist, dem sei der ungemein traubige, aber auch blitzig frische 2015er Muskateller trocken empfohlen. So großartig können auf Löß gewachsene Weine schmecken - allen dummen Vorurteilen zum Trotz.

Gault & Millau Weinguide Deutschland 2016

Seit nun mehr nahezu einem Vierteljahrhundert wird hier im Einklang mit der Natur gearbeitet. Die Betriebsübergabe innerhalb der Winzerfamilie von den Eltern Hans und Monika an Sohn Markus und Tanja Wöhrle ist bereits erfolgreich vollzogen. Markus Wöhrle hat in Geisenheim studiert und dann in der Pfalz bei Müller-Catoir und dem legendären Hans-Günther Schwarz in vier Jahren viel gelernt, was vor allem den feinnervigen Weißweinen zugute kommt. Im 2014er Basissegment bestechen der Riesling und die weißen Burgundersorten wieder mit viel Finesse und Eleganz, ohne dabei auf Dichte und Länge zu verzichten, die 2013er Spätburgunder imponieren mit Tiefe und Vielschichtigkeit.

Bewertung: 85-89 Punkte

Falstaff Wein Guide 2016

Das frühere „Weingut der Stadt Lahr“ trägt seit zwei Jahren einzig und allein den Namen der Inhaberfamilie: Wöhrle. Wir wissen nicht, ob das der Grund für die jüngste Dynamik im Breisgauer Bio-Weingut ist. Doch eindeutig haben wir noch nie eine dermaßen hochwertige, stilistisch so ausgereifte Kollektion von Markus Wöhrle probiert. Der Holzeinsatz hat an Feinfühligkeit gewonnen, der Reifegrad des Traubenguts ist mit großer Präzision getroffen, die Weine sind bereits zugänglich und erwecken dennoch eine Fantasie großer Reifebeständigkeit. Bravo!

Bewertung: 89-93 Punkte

Eichelmann Deutschlands Weine 2016

In diesem Jahr gibt es keine grundlegenden Neuerungen. Markus Wöhrle geht seinen Weg. Bei den weißen Ortsweinen ist wiederum der Auxerrois unser Favorit. Er ist herrlich leicht, die feine Frucht tanzt auf der Zunge, mit viel Spiel. Frisch und reintönig ist der Weißburgunder, der typische Grauburgunder ist zupackend mit feinem Birnen- und Feuersteinaroma. Bei den Kronenbühl-Weißweinen haben wir keinen Favoriten, der Riesling ist ein mineralischer Typ mit viel heller Frucht und feinem Karamellton, ist zupackend und stoffig. Der Weißburgunder zeigt cremigen Schmelz, viel Saft und Volumen. Der Grauburgunder ist saftig und elegant. Die Großen Gewächse lagen alle in sehr gutem Holz: der Grauburgunder Kirchgasse zeigt feine Würze im Bouquet, ist sehr saftig, hat viel Substanz und Druck, ist dicht und elegant. Sehr fein, elegant und frisch ist der Weißburgunder Herrentisch, ist dicht, aber nicht fett, eher schwebend, ein Wein mit Potenzial. Der Chardonnay kommt in diesem Jahr nicht ganz an die Geschwister heran. Er ist sehr würzig, zeigt viel Schmelz, ist eher vollschlank aber immer noch sehr elegant. Die Spätburgunder sind sehr gut. Der Ortswein ist leicht, griffig und würzig, der Kronenbühl ist zupackend, hat eine gute Konzentration und Tanninstruktur. Das Große Gewächs von der Kirchgasse zeigt feine Würze, feine Kirschfrucht, feine Tannine und guten Biss.

Bewertung: 85-92 Punkte

Eichelmann Deutschlands Weine 2014

Familie Wöhrle 4-5 Sterne
Weingut Stadt Lahr

Das Weingut der Familie Wöhrle ist ein Familienbetrieb, der 1979 aus dem traditionsreichen Weingut der Stadt Lahr und dem Weinbaubetrieb Wöhrle entstanden ist. 1988 haben Hans und Monika Wöhrle ein Drittel der Rebfläche auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt, seit 1990 wird die gesamte Fläche ökologisch bewirtschaftet. 1997 wurde das zuvor gepachtete Gut von Hans und Monika Wöhrle gekauft und anschließend saniert. Seit dem Jahr 2002 ist Sohn Markus im Betrieb tätig. Die Reben stehen alle am Lahrer Schutterlindenberg. Da der Schutterlindenberg aber mit der Einführung des Deutschen Weingesetzes zur Großlage „befördert“ wurde, nutzt man seit dem Jahrgang 2004 anstelle der Bezeichnung Schutterlindenberg den Lagennamen Lahrer Kronenbühl. Die Großen Gewächse tragen seit dem Jahrgang 2009 die Lagenbezeichnung Herrentisch und Kirchgasse. Der Herrentisch ist eine 5 Hektar große Südlage mit tiefgründigen Löss- und Lösslehmboden, von dort kommt aus einem halben Hektar großen Weinberg der Weißburgunder. Grau- und Spätburgunder kommen aus der Kirchgasse, einem 3 Hektar großen Südhang mit humusreichem Lösslehmboden, der sich im Alleinbesitz des Weingutes befindet und als neue Einzellage anerkannt wurde. Im Anbau dominieren die Burgundersorten und Riesling, bereit seit 1990 gibt es auch Chardonnay. Zuletzt wurden pilzresistente Sorten wir Johanniter und Bronner gepflanzt. Rote Sorten nehmen inzwischen 30 Prozent der Rebfläche ein. Alle Weine werden grundsätzlich durchgegoren. Die weißen Großen Gewächse werden komplett im Halbstück ausgebaut, zur Hälfte werden neue Fässer genutzt; der Spätburgunder wird in neuen Barriques ausgebaut.

Vorjahre

Seit der ersten Ausgabe empfehlen wir die Weine der Wöhrles, schon damals waren wir begeistert von der Stilistik, die Reintönigkeit und Frucht in den Vordergrund stellt. Jahr für Jahr sind die Kollektionen höchst zuverlässig, in den jüngsten Jahrgängen hat man in der Spitze weiter zugelegt, die eingeführten Großen Gewächse präsentieren sich kompllex und nachhaltig. Eine klasse, stimmige Kollektion präsentierten die Wöhrles vor zwei Jahren. Nur wenige Weingüter in Deutschland hatten so reintönige, feine Kabinettweine, die bei 11,5° oder 12° Alkohol auch wirklich noch Kabinettweine waren. Sehr geschlossen präsentierten sich die Kronenbühl-Weine, die Großen Gewächse boten eine weitere Steigerung. Auch 2011 brachte wieder wunderschön reintönige, bestechend schöne Kabinettweine, die Kronenbühl-Weine, also die Spätlesen, waren ebenso reintönig, der gekonnt im Barrique vinifizierte Chardonnay hatte das Holz schön integriert. Herrlich reintönig und konzentriert war der Weißburgunder vom Herrentisch, noch ein klein wenig besser gefiel uns der Grauburgunder Kirchgasse: Zwei spannende Große Gewächse!

Neue Kollektionen

Auch 2012 sind alle Kabinettweine wieder wunderschön fruchtbetont und reintönig, alle sind sehr gut, unsere leichte Präferenz gilt in diesem Jahrgang Auxerrois und Riesling. Unter den Kronenbühl-Weinen gefällt uns dieses Jahr der Weißburgunder besonders gut, der feine Würze und ganz dezenten Toast im Bouquet zeigt, füllig und saftig ist, reife Frucht und Substanz besitzt, der Grauburgunder ist ebenfalls füllig und saftig, aber weniger komplex als der Weißburgunder, der Riesling ist faszinierend reintönig und zupackend. Der Herrentisch-Weißburgunder ist konzentriert im Bouquet, zeigt viel reife Frucht, im Mund ist er füllig und sehr cremig, saftig und lang. Noch deutlicher malogeprägt ist der Grauburgunder, der viel Stoff und Konzentration besitzt, die dezent laktischen Noten nehmen ihm aber die Spannung. Ganz anders beim Chardonnay: Mit dem neuen Großen Gewächs ist Markus Wöhrle ein großer Wurf gelungen. Er ist würzig und eindringlich im Bouquet, zeigt feinen Toast und herrlich viel Frucht, besitzt Fülle und Kraft im Mund, gute Struktur und Substanz und viel Länge, gefällt uns klar besser als der ebenfalls hervorragende Barrique-Chardonnay des Jahrgangs 2011, der ebenfalls konzentriert und kraftvoll ist, aber weniger komplex und frisch als sein jüngerer Rivale. Die stimmige Spätburgunder-Serie wird angeführt vom Großen Gewächs, das feine rauchige Noten im Bouquet zeigt, kraftvoll, klar und zupackend im Mund ist.

Bewertungen von 93 bis 84/100 Punkte

Gault Millau 2014

3 Trauben

Die Winzerfamilie Wöhrle gehört seit nunmehr rund 20 Jahren zu den überzeugten Verfechtern des Weinanbaus im Einklang mit der Natur. Hans Wöhrle und Sohn Markus arbeiten dabei Hand in Hand. Markus hat in Geisenheim studiert und dann in der Pfalz bei Müller-Catoir und dem legendären Hans-Günther Schwarz in vier Jahren viel gelernt. Vor allem die Weißweine besitzen hier immer viel Finesse und Eleganz, ohne dabei auf Dichte und Länge zu verzichten. Großartig ist auch das Alterungspotential schon der Kabinettweine, wie ein aktuell nach nachverkosteter Grauburgunder nach vier Jahren belegte. Auch der Spätburgunder gelingt der Familie Wöhrle kraftvoll und überzeugend, ganz besonders natürlich als „Großes Gewächs“.

89/100 bis 86/100

FEINSCHMECKER

2,5F

Die Visitenkarte des Weinguts ist eine Reihe appetitlicher Kabinett-Weine: schlank und saftig, unbeschwert im Alkoholgehalt und doch ausdrucksstark im Sortentyp. Uns hat dieses Jahr der feinfruchtige, spannungsreiche Weissburgunder am besten gefallen.

Eichelmann 2013

Auch 2011 bringt wieder wunderschöne reintönige, bestechend schöne Kabinettweine... Die Kronenbühl-Weine, also die Spätlesen sind fülliger und kräftiger strukturiert und ebenso reintönig, Riesling und Grauburgunder gefallen uns in dieser Kategorie am besten... Noch ein klein wenig besser gefällt uns der Grauburgunder Kirchgasse, ist reintönig, konzentriert, herrlich füllig und stoffig, besitzt viel Substanz, gute Länge und ganz dezente Tannine: Zwei spannende Große Gewächse!

Gault Millau Weinguide 2013

Die Winzerfamilie Wöhrle ist nunmehr bereits seit rund 20 Jahren überzeugter Verfechter des Weinanbaus im Einklang mit der Natur. Hans Wöhrle und Sohn Markus arbeiten dabei Hand in Hand. Markus hat in Geisenheim studiert und dann in der Pfalz bei Müller-Catoir und dem legendären Hans-Günther Schwarz in vier Jahren viel gelernt. Vor allem die Weißweine besitzen hier immer viel Finesse und Eleganz, ohne dabei auf Dichte und Länge zu verzichten, auch der Spätburgunder gelingt hier kraftvoll und überzeugend.

Bewertungen von 86 bis 93/100 Punkte

Feinschmecker 2013

Gut gefallen hat uns auch der 2009er Spätburgunder "SC" aus der Lage Lahrer Kronenbühl: Beerig und kräuterig in den Aromen, am Gaumen stoffig und eher breit in seiner Anlage.
Besonders hervorheben möchten wir dieses Jahr den trockenen Auxerrois Kabinett, der uns als 2011er mit seinen floralen und buttrigen Duftnoten und seinem Feinschliff am Gaumen begeistert hat. Ein echter Kabinett und ein wunderbarer Begleiter zu Süßwasserfisch und Geflügel.